Orthomolekulare Medizin




Wem hilft orthomolekulare Therapie?
Geht es Ihnen schon länger nicht so gut, obwohl organisch alles in Ordnung scheint, dann könnte es hilfreich sein, genauer hinzusehen. Nährstoffmangel und hormonelle Dysbalancen wirken sich auf unsere Gesundheit aus. Sind diese in richtiger Ordnung vorhanden, sind wir Krankheiten und Stress gegenüber stabiler. Ist diese Ordnung gestört, werden wir empfindlicher. Somit ist orthomolekulare Medizin eine Möglichkeit, gesund zu bleiben, hilft uns dabei uns vollwertig zu ernähren, unsere Leistungen zu optimieren, besser zu regenerieren und Krankheiten besser zu überstehen und den Verlauf abzumildern.

Ein respektvoller Umgang mit orthomolekularer Therapie erfordert viel Fachwissen in Biochemie, Pharmakologie und Medizin.
Die Frage jeder orthomolekularen Intervention lautet, wo genau liegt eine Störung vor - dazu bedarf es einer eingehenden Patientenanamnese, Umweltanamnese, Lebensstilanamnese - viel Neugierde am gesamten System und sinnvolle ergänzende Diagnosemöglichkeiten, damit das richtige Präperat gewählt werden kann und die Kosten Nutzen Rechnung gewahrt bleibt. Aus vielen Informationen ergibt sich dann:

Welche Nährstoffe brauche ich oder fehlen?
Welches Produkt ist das Richtige für mich?
In welcher Dosierung soll ich es einnehmen?
Die Frage der Dosierung ist besonders wichtig. Denn - eine Überdosierung von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen ist nicht ungefährlich. Zu hohe Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln können das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen.  Orthomolekulare Medizin ist eine patientennahe Medizin.

Die Substitution von Nährstoffen bei Nährstoffmangelzuständen (z.B. Eisengabe bei Anämie, Magnesium bei Wadenkrämpfen) sowie präventiv und kurativ (z.B. Jod zur Strumaprophylaxe, Vitamin D bei Osteoporose) ist Bestandteil der Schulmedizin. Andere Therapieoptionen werden kaum wahrgenommen z.B. Gabe von Folsäure, Vitamin B6 und B12 zur Senkung von Homocystein oder Antioxidanzien zur Primär- und Sekundärprävention bei Krebs und KHK.

 

Konzept: Die eingesetzten Substanzen sind überwiegend Vitamine, Mineralstoffe, aber auch Aminosäuren, Fettsäuren, Enzyme oder Vitaminoide (vitaminähnliche Substanzen, z.B. Coenzym Q10). Zusätzlich zur schulmedizinischen Kausaltherapie ist der Ausgleich von Mangelzuständen Therapieziel der orthomolekularen Medizin. Durch physiologisch optimale Konzentrationen aller wichtigen Substanzen soll eine gute Regulationsfähigkeit des Organismus – die Fähigkeit Reize (physische und psychische Stressoren, Umwelteinflüsse, pathologische Keime) adäquat zu beantworten – erhalten oder wiederhergestellt werden.    


Wissenswertes über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Für unsere Gesundheit spielen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (Mikronährstoffe) eine wichtige Rolle. Diese werden über die Nahrung aufgenommen und in unserem Körper für eine Vielzahl von Funktionen benötigt. Hierzu zählen unter anderem die Produktion von Hormonen, die Impulsübertragung in Nervenzellen, die Kontraktion von Muskelfasern, die Bildung neuer Zellen sowie die Regulation des Immunsystems. Eine ausreichende Zufuhr ist demnach eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt bzw. für die Wiederherstellung der Gesundheit. Ein erhöhter Bedarf wie etwa in der Schwangerschaft, Stillzeit, bei Sport, Stress und im Wachstum oder eine verminderte Aufnahmefähigkeit wie z.B. durch Medikamente und entzündliche Magen-Darmerkrankungen können Ursachen für einen Mangel sein. Aber auch bei diversen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebs, Leber- und Nierenfunktionsstörungen kann ein Defizit dieser wichtigen Bausteine einstehen. Mangelzustände können auch bei einseitiger oder vegetarischer Ernährung auftreten. Ob eine unzureichende Versorgung besteht, lässt sich im Blut nachweisen. Bei einer Unterversorgung oder bei Mangelsymptomen kann es sinnvoll sein, Mikronährstoffe durch sogenannte Nahrungsergänzungsmittel oder Infusionen zuzuführen.

In welchen Nahrungsmitteln die einzelnen Bestandteile enthalten und wofür sie im Körper notwendig sind, zeigt nachstehende Tabelle. Allerdings sind  Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für zahlreiche Aufgaben zuständig, sodass hier nur ein kleiner Auszug der wichtigsten Funktionen genannt werden kann.